Donnerstag, Mai 24, 2007

Der Weg zum Sieg

Zu meinem Abschied von Hamburg bekam ich von Besuchern unserer Gemeinde ein Buch, das, soweit ich das bisher durchblicken konnte, geistlich sehr tiefgehend und daher auch absolut wertvoll für mich ist.

Vor Tagen wurde mir dadurch auf noch nie vorher bedachte Weise bewusst, wie Gottes Weg zum Sieg völlig dem Verständnis der Welt entgegen läuft. Unsere normal anerkannte Denkweise konzentriert sich auf unseren eigenen Einsatz, Kampf, der schlussendlich, idealerweise zum Sieg führt.

Nicht so aber Gottes Wege. So lautet Gottes Weg zum Sieg folgendermaßen:
Glaube, ruhe, siege!

Wenn es denn so einfach wär! Denn, selbstsüchtig und selbstbezogen wie wir sind, fällt es uns komischerweise leichter, alles zu geben, es uns alles kosten zu lassen, um unser Ziel zu erreichen. Wie schwierig ist es dagegen, die Hände sinken zu lassen, und einzig und allein sein Vertrauen in Gott zu setzen, dass er den von Jesus am Kreuz erkämpften Sieg in unserer persönlichen Situation erlebbar macht.

Aber genau das scheint ans Ziel zu führen! Und, so schwer es mir fällt, bestätigen viele meiner Erfahrungen diese Aussage. Wie oft habe ich versucht, durch mein Handeln und meine Initiative meinen Wunsch Realität werden zu lassen. Und wie oft rückte dieser dadurch nur umso weiter von mir weg! Schließlich musste ich jedes Mal eingestehen: "Hätte ich bloß auf Gottes Handeln gewartet und vertraut!"

Die Bibel ruft uns, uns in unserem Denken nicht dem der Welt gleichzustellen, sondern unseren Sinn von Gott erneuern zu lassen. Dies scheint mir der einzige Weg zu sein, diese uns so entgegenlaufenden Wege des Reiches Gottes zu verinnerlichen und zu begreifen.